The Empire Strikes back – Gin Wars

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Das Empire als Erfinder des Gins, gerät durch den aktuellen Trend mittlerweile in arge Bedrängnis. Der Kontinent holt auf und vor allem aus Deutschland machen viele kleinen Destillen und Start-Ups den Briten das Leben deutlich schwerer.

Dabei kommt die Spirituose doch klassisch aus dem Herzen des britischen Empires, aus London. Soldaten des Königreiches tranken auf Ihren Expeditionen in den Kolonien, besten englischen Gin, wenn auch nicht immer die heute sehr beliebte „London Dry Gin“ Variante. Dabei kam auch oft der Old Tom Gin zum Einsatz, eine gesüßte Variante des Gins, heute nur noch vereinzelt auf dem Markt. Es verhält sich hier wie mit dem Wein, je trockener (Dry) desto besser.

Starke Ginmarken des Empires wie Tanqueray, Gordons, Bombay Sapphire, Brookers und Beefeater kämpfen derzeit mit wahnwitzigen und teuren Marketingkampagnen um Marktanteile. Dabei sind die Rebellen aus Deutschland deutlich in der Unterzahl und können kaum gleich schwere Geschütze auffahren.

Luke Skywalker: „Eure Überheblichkeit ist eure Schwäche.“

Im Norden rekrutiert der „Gin Sul“ von Stephan Garbe jene Genußmenschen , welche einen frisch-fruchtigen und nicht zu herben Gin genießen wollen. Die Jungs vom „Elephant Gin“, machen mit afrikanischen Zutaten und einem klasse Produkdesign den Briten das Leben schwer.

Tja und im Schwarzwald sind die Affen los, der „Monkey 47″ Schwarzwald Dry Gin ist mittlerweile in aller Munde. An der Mosel gibt’s den exklusiven „Ferdinands Saar Dry Gin“ der mit seiner Rieslinginfusion das Empire lähmt. Für Puristen ist der „Vallendar Pure Gin“ eine gute Empfehlung.

Doch das Hauptquartier der Rebellen aus Deutschland liegt scheinbar in Bayern. Hier fährt „Simons Next Level Gin“ schwere Geschmacksatillerie auf. In München kämpft der „The Duke“ Gin um jeden Meter in den Top-Bars der Welt. Auch tief in bayrischen Wäldern gibt es noch Rebellenburgen, wie der „Kaiser Hill Bavarian Dry Gin“ oder auch der „Liebls Bavarian Dry Gin“ beweisen. In der Nähe von Passau wird das Empire auf „Granit Bavarian Dry Gin“ stoßen und im Nachbarland Baden- Württemberg gibt’s die dunkle Seite der Macht in Flaschen, den „Gansloser Black Gin“.

In der Schweiz verliert sich das Empire in den „Clouds“ Gin, orientierungslos taumeln die Briten nach Österreich um „Alpin Dry Gin“ Erfahrungen wie auf Hoth dem Eisplaneten zu machen.

In der dt. Hauptstadt Berlin schließlich wird mit dem „Adler Berlin Dry Gin“ ein ganz schweres klassisches Wacholdergeschütz aufgefahren und der „Brandstifter Gin“ torpediert die britische Invasion mit feinsten „New Western Dry“ Fruchtnoten.

„Erzähl mir nicht, wie meine Chancen stehen.“ – Han Solo

Kleine Destillen mit handwerklich hergestellten Gin liegen im Trend und so rühmen sich viele Produzenten mit dem Lable „Small Batches“ dabei wird fast komplett auf maschinelle Produktion verzichtet. Gerade die kleineren Destillen, schneiden oder selektieren Ihre Botanicals noch in Handarbeit.

„Maschinen erschaffen Maschinen!Wie pervers!“C-3PO

Da liegen die großen Produzenten des Empires natürlich schon aufgrund der Mengen hinten. Hier wird alles maschinell hergestellt. Was grundsätzlich nicht schlechter ist und eine zumindest sehr gleichbleibende Qualtität verspricht.

Dabei sind alle genannten Produkte mit höchster Sorgfalt und besten Zutaten hergestellt worden. Viele beschreiten neue Wege und gehen den Weg des „New Western Dry Gins“ doch die Basis kommt vom Empire und in vielen Fällen handelt es sich um einen klassischen London Dry Gin, der aber nicht in London bzw. England destilliert wird.

„Dein Vater er ist.“ – Meister Yoda

In vielen Bars in Europa werden mittlerweile deutsche, österreichische und schweizer Gins serviert und verdrängen die Klassiker in die zweite Reihe. Dabei rebellieren die Barbesucher sprichwörtlich und lassen noch nicht mal mehr das gute alte Schweppes Tonic Water an Ihren Gin Tonic. Nein, es wird auch mal ein Thomas Henry Tonic Water (Berlin) welches sich zu dem Gin gesellt. In Summe sind die Verluste für das Empire durch die Nadelstiche nicht überlebensbedrohlich. Doch die Masse ist verantwortlich für harte Marktkämpfe gerade am kontinentalen Markt.

„Wenn du dich nicht bekehren lässt, werde ich dich vernichten!“ – Imperator

Tja, was macht das Empire? Wird der Todesstern unter den Gins destilliert? Die Antwort der Gin-Experten ist einfach. Zurück zur Tradition, doch bitte ebenfalls in kleinen Chargen und mit harmonischen und qualitativ einwandfreien Zutaten. So fahren die Briten mit dem „Oxley London Dry Gin“, ein extremes Kaliber an Qualität und Exklusivität auf. Das Niveau des Flaschendesigns erreicht kein uns bekannter Vertreter des europäischen Festlandes.

“ Wenn dabei ein Wörtchen mitzureden ich hab, sicher nicht“ Meister Yoda

Mit dem „Juniper Green Organic London Dry Gin“ gibt es einen sehr feinen und zu 100% biologischen und klassischen London Dry Gin ohne viel Chi-Chi.

„Jango mach sie vertisch“ – Gunray

Bombay Sapphire antwortet gekonnt mit dem Bombay Sapphire East und geht frische und gleichzeitig leicht pfeffrige Wege in die Szenebars. Den ultimativen Sternenzerstörer hat Charles Tanqueray mit dem Tanqueray Malacca destilliert. Die Limitierung, der Preis setzten neue Maßstäbe in Sachen Exklusivität.

Dazu gesellt sich der hervorragende Mombasa Club London Dry Gin der ebenfalls mit einem guten Geschmack und klasse Produktdesign aufwarten kann.

„ Luke! Luke! Unterschätze niemals … unterschätze niemals die Macht des Imperators!“ – Meister Yoda

Doch sind es auch viele kleine Destillen wie „Little BirdGin die dem Widerstand, mit guter Qualität und trendigem Produktdesign, das Leben schwer machen. Auch die Jungs von Sipsmith mit Ihrem tollen Sipsmith und Sipsmith VJOP Gin, sind eine klare Kampfansage. Größe Verstärkung gibt’s nur vom Raumhafen Plymouth mit dem wirklich sehr guten Plymouth Gin der aber mittlerweile überall bekannt ist..

Wie Meister Yoda jetzt sagen würde:„Der Auserwählte er wirklich sein mag. Aber trotzdem… große Gefahr ich befürchte durch seine Ausbildung.“

Und so bleibt unserer Meinung nach der Markt und das Machtverhältnis im Gleichgewicht! Sicherlich werden viele kleine Destillen mit dem Ableben des Ginbooms verschwinden, doch wir sind gespannt wie sich der Gin bei uns entwickelt. Die Gefahr wie Meister Yoda, sehen wir nur in zu fernen Geschmacksgalaxien wie z.B. der unsagbare „Hoxton Gin“, sowie der sehr scharfe „Goa Gin“ beweisen. In Summe gibt es einfach sehr viele gute Gins und sehr viele unterschiedliche Geschmäcker.

Dabei kommt unser Tipp wieder von Meister Yoda: „Öffnet euch. Spürt die Macht, die euch umgibt. Eure Sinne nutzen ihr müsst.“ So ist es letztlich der persönliche Geschmack der entscheidend ist und vielen Destillen gute Absätze beschert, denn kein Gin gleicht dem anderen.

Nass:“Vielleeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiicht wirse können werden Freunde sein!Blubbbllllblblbl“ und Yoda: „Ruhe ich jetzt brauche.“….und natürlich einen Gin Tonic! Cheers!

Und so sprach das Empire zu seinem jüngsten Sohn „Ich bin Dein Vater!“ Der London Dry Gin lebt mehr als jemals zuvor, doch die imperiale Herrschaft ist seit einiger Zeit vorbei…..

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